Dieses Schloss sollte für 1 € verkauft werden.
Schloss Marienburg bei Hannover: 2004 und 2007 übertrug Ernst August Prinz von Hannover das Schloss zu Lebzeiten an seinen Sohn. 2019 wollte der Sohn es für einen Euro an die öffentliche Hand abgeben – ihm fehlten nach eigenen Worten die Geldreserven für die Sanierung. Der Vater widersprach, der Verkauf kam nicht zustande. 2020 ging das Schloss in eine Stiftung; das Landgericht Hannover wies die Rückforderung 2022 ab.
Die Sanierung: 27,2 Mio. € von Bund und Land, drei Flügel seit September 2023 nicht mehr nutzbar. Hausschwamm war schon 2013 festgestellt worden; frühere Gutachten entstanden laut Stiftung ohne Bauteilöffnung.
Geerbt oder geschenkt? Drei Prüfpunkte:
1. Den Zustand – mit Bauteilöffnung, nicht nur per Augenschein.
2. Den Denkmalschutz an der Adresse und seine Auflagen.
3. Bei einer Schenkung zu Lebzeiten: ob ein Widerruf droht (§ 530 BGB, nur unter engen Voraussetzungen) – mit Rechtsrat.
Kurzcheck für Ihre Adresse, kostenlos:
inspectius-re.de Folge 1 unserer Reihe „Geerbt“. Orientierung, keine Rechtsberatung.
Quellen: LTO 01.07.2022 · MWK Niedersachsen 27.10.2023 · t-online Hannover 08.07.2024 (Angaben der Stiftung) · 3D & Luftbild: LGLN (2026) CC BY 4.0 · © OpenStreetMap-Mitwirkende