Wie viel muss eine WEG eigentlich ansparen?
🐿️ Das Eichhörnchen macht es sich einfach: Es sammelt Nüsse, solange es welche findet und das Wetter mitspielt. Ob der Winter mild oder streng wird, weiß es nicht.
Bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft sollte die Planung etwas genauer sein. Denn viel Geld in der Erhaltungsrücklage ist nicht automatisch gut. Eine zu hohe Rücklage bindet unnötig Kapital der Eigentümer. Eine zu niedrige Rücklage kann dagegen dazu führen, dass notwendige Maßnahmen verschoben werden müssen oder kurzfristig hohe Sonderumlagen erforderlich werden.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Wie hoch sollte die Rücklage sein? Sondern: Welche Ausgaben sind in den nächsten Jahren für dieses konkrete Gebäude zu erwarten? Eine gute Instandhaltungsplanung schaut idealerweise 5 bis 8 Jahre voraus. Sie berücksichtigt den aktuellen Erhaltungszustand, die voraussichtliche Restlebensdauer und die zu erwartenden Kosten wichtiger Bauteile und Anlagen – beispielsweise Dach, Heizung, Fassade oder Fenster. Erst daraus lässt sich sinnvoll ableiten, welche Mittel bereits vorhanden sein sollten und welche Beträge die Gemeinschaft in den kommenden Jahren zusätzlich zurücklegen muss.
Bei Kiverimo gehört deshalb die mehrjährige Instandhaltungsplanung zur technischen Verwaltung. Damit Eigentümer nicht einfach Geld „auf Vorrat“ sammeln, sondern wissen, wofür, wann und in welcher Größenordnung es voraussichtlich gebraucht wird. Das Eichhörnchen🐿️ darf nach Gefühl sammeln. Eine WEG kann besser planen
Angela Hartmann
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